Donnerstag, 29. Juni 2017

Mit Kleinkindern auf Reisen – wie überstehe ich die Autofahrt

#reisespielparade #DIYSpieleimAuto
#UrlaubmitKleinkindern #Herzensban.de

Fotografie: Nubia Navarro (nubiniki)/ pexels


Über eine Facebook-Gruppe von selbstständigen Müttern habe ich Karin Janner vom Blog Spieltz.de kennengelernt. Spieltz das sind Spielemacher, die Spiele entwickeln, gestalten, produzieren, vermarkten und vertreiben, wie es auf der Webseite heißt und eben auch darüber bloggen. Unter dem Hashtag #reisespielparade hat der Blog von Spieltz zu einer Blogparade zum Thema "Die besten Reisespiele" aufgerufen. Ich dachte über unsere kurzen und längeren Urlaube nach und wie wir das im Baby- und Kleinkindalter mit dem Herzmädchen gemacht haben und dann wurde mir klar, dass ich mir eigentlich vor allem für die Autofahrt Gedanken für Beschäftigung und Spiele gemacht habe. Daher möchte ich in diesem Text weniger klassische Spiele für unterwegs, sondern ein paar kleinere und auch einfach umsetzbare Ideen vorstellen.

 


Idee 1: Tiere zuordnen


Alter: ab 1,5 Jahr

Material zur Umsetzung: kleine Tierfiguren und (laminierte) Bilder von Tieren

Beschreibung: 
Da ich gern den Blog Wunschkind Herzkind Nervkind von Sabrina lese, habe ich diese Idee damals in der Babyzeit des Herzmädchens entdeckt. Dort werden den Tieren Silhouetten zugeordnet und ich habe das auf Tierbilder umgemünzt. Auf den Autofahrten haben wir es so umgesetzt, dass das Herzmädchen einen kleinen Koffer mit den Tieren auf dem Schoß hatte und ich habe jeweils ein Bild hochgehalten und sie hat das entsprechende Tier herausgesucht und beides wurde zur Seite gelegt. Oder sie hatte den Stapel mit Karten und ich habe zwei Tiere hoch gehalten (eins davon stimmte mit der obersten Karte überein) und sie hat sich das passende Tier dazu genommen. Bei mehreren Durchgängen kann man damit schon mal gute 15 Minuten füllen. Und mit den Tieren kann man auch ebenso gut ein bisschen spielen oder eine kleine Geschichte erzählen.

Fotografie: Anne Siedentopf




















Idee 2: Tuchspiel


Alter: ab 9 Monaten

Material zur Umsetzung: 1-2 Tücher, Klammern o.Ä.

Beschreibung: 
Diese Beschäftigung ist ganz simpel und kann schon bei Babys gut umgesetzt werden. Das Tuch oder die Tücher werden um den Haltegriff über dem hinteren Autofenster zu einem Schlauch verknotet und mit Klammern oder auch anderen kleinen Sachen „verschönert“. Durch das Ziehen an dem Schlauch kann das Kind an die kleinen Sachen gelangen, diese abpflücken oder umstecken.

Fotografie: Anne Siedentopf


Idee 3: Steckspiel


Alter: ab 1 Jahr

Material: Einsteckuntergrund, Streichhölzer (ohne Kopf), eventuell Gummis

Beschreibung: 
Der Ausgangspunkt war wieder eine Idee, die ich bei Wunschkind Herzkind Nervkind gesehen hatte und da ich zu diesem Zeitpunkt nicht die Möglichkeit gehabt hätte, es schön mit Holz umzusetzen, habe ich nach einer schnelleren Möglichkeit gesucht. Zuerst hatte ich Styropor im Sinn und  eben Streichhölzer, aber dank meines Vatis haben wir dann diese Kunststoffschaummatte (siehe Foto) dafür genommen. Es ist aber zum Beispiel auch möglich mit Knete in einem kleinen Kästchen den Boden mit der Knete auszukleiden und da hinein die Streichhölzer zu stecken. Wer mag, kann das Spiel noch mit Gummis aufrüsten, mit diesen könnt ihr dann gemeinsam geometrische Formen gestalten.

Fotografie: Anne Siedentopf

Fotografie: Anne Siedentopf



Idee 4: Memory mal anders


Alter: ab Beginn des Sprechens

Material: Memoryspiel

Beschreibung: 
Als Unterlage dafür kann man gut ein großes Buch oder auch den Einsteckgrund aus Idee 3 nehmen. Wir haben es so gemacht, dass ich immer ein Bild hochgehalten habe, dann hat das Herzmädchen gesagt, was abgebildet ist und es hingelegt. Wenn ein Bild ein zweites Mal auftauchte und genannt wurde, dann haben wir das zu dem ersten Bild gelegt und so mit der Zeit alle Paare gesammelt.

Fotografie: Anne Siedentopf



Idee 5: Fädelspiel


Alter: ab 2 Jahre

Material: Faden und Fädeluntergrund

Beschreibung:
Dieses Spiel gibt es in verschiedensten Ausführungen zu kaufen oder wenn man es selbst herstellen möchte, kann man zum Beispiel aus einer bunten dicken Pappe Figuren (Kreis, Rechteck oder auch ein Tier) ausschneiden und mit einem Locher oder einer Schere selbst Löcher hineinmachen. Durch diese Grundlage kann nun das Kind durch die Löcher den Faden ziehen, die Feinmotorik üben und Muster auf der Unterlage bilden.

Fotografie: Anne Siedentopf

Fotografie: Anne Siedentopf





Ich hoffe ihr könnt ein paar der Spielideen umsetzen und sie helfen euch die ein oder andere Minute im Auto zu überbrücken. Neben diesen kleinen Spielen haben uns natürlich auch die "Klassiker" geholfen: Vorlesen bis zum Umfallen, gerade auch Bücher mit Geräuschen sind bei Autofahrten der Rennen, Singen, Fingerreime, Kinder-CD hören oder auch Stickern, das hat unser Herzmädchen bereits ab 10 Monate gern gemacht (Sticker hinhalten und kleben).

Ich wünsche euch eine schöne Urlaubszeit und ein entspanntes Ankommen!

Eure Anne


PS: Wenn euch mein Artikel gefallen hat, freue ich mich über Liken und Teilen :)

Donnerstag, 22. Juni 2017

Ich muss… garnüscht!

Fotografie: unsplash/ pexels


Ich finde wir Mütter sind ganz schön taff und ziemlich perfektionistisch. Alle Blogs, Artikel, Bücher und Gespräche unter Müttern laufen immer auf das Gleiche hinaus: wir wollen das Beste für unsere Kinder, wir wollen möglichst alles wissen, alles bedenken, nichts außer Acht lassen, körperlich und seelisch gesunde Kinder und für sie die perfekte Mutter sein. 

Unsere eigenen Erwartungen – das merke ich an mir, an meinen Freundinnen und Müttern, die ich kenne – sind hoch, höher, am höchsten. Diese Erwartungen haben wir an uns und auch an andere. Das merke ich vor allem daran, wie Mütter über andere Mütter sprechen, die es vermeintlich nicht richtig machen. Das finde ich sehr schade. Zeigt mir aber auch, dass wir diese hohen Erwartungen haben, eine schlechte Fehlerkultur mit uns selbst, perfekte Ansprüche und damit auch die Abgrenzung von vermeintlich „schlechteren“ Müttern.

Am Anfang meiner Mama-Zeit habe ich mich auch von vielen Erwartungen mitreißen lassen und scheinbar wichtige Äußerlichkeiten unbedingt umsetzen wollen: ein strukturierter Tagesablauf, möglichst den ganzen Tag nur vollwertiges Essen, am Tisch essen, unbedingt immer Zähneputzen, früh und abends das Kind umziehen und waschen, Schlafsachen benutzen – äußerliche Dinge erschienen wichtig, aber ich nahm auch wahr, wie viel Zeit all das kostete, dass es nicht immer umsetzbar war und nicht unbedingt zur Erleichterung meines Alltags beitrug.

Denn neben diesen Punkten war mir vor allem eine kindgerechte, entspannte, bindungsorientierte und psychisch gesunde Entwicklung des Herzmädchens wichtig. Das war mein Herzstück im Umgang mit meinem Kind und dies kollidierte mehr und mehr mit den anderen Ansprüchen. Nicht immer konnte ich sie ohne Zwang zum Zähneputzen überreden, also durfte das auch mal ausfallen. Zunehmend empfand sie umziehen als immer unnötiger und weigerte sich, also wurde die Trennung von Schlaf- und Alltagskleidung abgeschafft und ich zog sie eher zu „natürlichen“ Gelegenheiten wie nach dem Baden, vor dem Schlafen für den nächsten Tag um (so dass nur noch ein Kleid oder ein Shirt drüber „musste“). Nicht immer wollte sie ihre Jacke tragen oder Schuhe anziehen, also ließ ich es und nicht immer wollte sie zu Hause am Tisch essen, also aßen wir unterwegs, weil es auf dem Spielplatz so schön war, oder auch mal auf dem Boden. 

Mit jedem „Das muss so sein“ das ich losließ wurde ich ruhiger und entspannter und mir wurden auch die Erwartungen der Umwelt immer unwichtiger. Ich bemerkte, was mir wichtig war und dass mir vor allem wichtig ist, dass das Herzmädchen und wir als Familie glücklich sind, dass es für uns stimmig ist.

Natürlich kommt regelmäßig das schlechte Gewissen an und klopft an meine Tür: du hast seit zwei Tagen nicht frisch gekocht, heute mal wieder auf der Couch gefrühstückt, sie hat schon den dritten Tag ihr Giraffenkleid an, was sollen die Leute denken oder sie muss doch endlich mal schlafen, Kinder gehören schließlich um sieben ins Bett.

Ja, diese Stimme nervt und verunsichert mich, da kommt meine eigene Erziehung an, die voller gesellschaftlichen Konventionen ist und ja, es ist gar nicht so einfach, sich von den vielen „du musst“ zu befreien. Aber: ich bin dran und es wird mit jedem Mal leichter! Vor allem weil ich merke, wie gut mir und uns das tut. Ich muss also garnüscht, um das mal schön sächsisch zu sagen.

Ich fühle immer wieder wie es mich und auch wie es mein Umfeld einengt und Druck aufbaut, wenn man versucht allen Erwartungen gerecht zu werden. Jeder kann doch ohnehin nur sein eigenes Leben leben und am Ende meines Lebens wird es mir niemand danken, dass ich mich immer an alle vermeintlichen Regeln gehalten habe. Diese Vorstellung hilft mir, denn es macht mir deutlich, dass es nur eine Person gibt, die am Ende des Lebens dankbar und glücklich darüber sein sollte und das bin ich!

Deshalb: Ich muss garnüscht! Ich darf die Mutter sein, die ich sein will. Ich muss nicht einkaufen, putzen, meinen Tagesablauf planen, nicht der perfekte Spielpartner sein, nicht fehlerlos oder perfekt sein und auch nicht alle Erwartungen der Umwelt (seien es andere Mütter, Familienmitglieder, Freunde…) erfüllen. Denn das ist gar nicht schaffbar und macht aus uns Müttern nur Sklaven unserer selbst und keine Menschen mehr.

Ich darf Mama-sein wie ich es möchte. Ich darf einkaufen gehen, wann ich möchte und was ich möchte. Ich darf mit meinem Kind so lange auf dem Spielplatz bleiben wie ich will, auch wenn es dann nichts Gekochtes, sondern nur ein Brötchen zum Abendbrot bekommt. Ich darf alle Entscheidung fern von Muss, Druck und Erwartungen treffen. Ich darf ich sein, wie ich wirklich bin, Fehler machen und auf mich selbst hören!

Ich möchte euch Mut machen, das Wörtchen „muss“ zu streichen. Lasst den Druck und die Erwartungen vor eurer innerlichen und äußerlichen Haustür und richtet es euch in eurem Mama-Leben so bequem und entspannt wie möglich ein. 

Wir müssen garnüscht! Wir dürfen!

Eure Anne

PS: Mit diesem Beitrag bewerbe ich mich für den scoyo ELTERN! Blog Award 2017Drückt mir die Daumen :))



Donnerstag, 15. Juni 2017

Gastartikel: Unfallversicherung für Kinder (Yvonne Petschow)

#UnfallversicherungKinder #YvonnePetschow #Herzensban.de


Fotografie: Skitterphoto/ pexels



Damals in der Schwangerschaft stand in jeder Checkliste zur Geburt des Kindes: Unfallversicherung für Kind abschließen. Das war´s. 

Ich erhielt also mehrfach die Info, dass es anscheinend wichtig ist für Kinder eine Unfallversicherung abzuschließen, aber nirgendwo warum oder zu welchen Leistungen. Als Sozialpädagogin hatte ich von der Versicherungswelt auch ehrlich gesagt nicht viel Ahnung. Also frug ich in Müttergruppen nach und auch in verschiendenen Internetforen. Aber bis auf die Tatsache, dass auch andere Eltern eine Unfallversicherungen für ihre Kinder hatten und die anderen nicht, konnte mir eigentlich niemand erklären warum und warum nicht. Also begab ich mich damals selbst in die Spur und informierte mich, aber ich fand das ganz schön mühselig.


Als ich dann letztes Jahr im Rahmen meiner Selbstständigkeit Yvonne kennenlernte, kannte ich endlich jemanden, der ganz genau erklären konnte warum und das auch noch sehr sympathisch. Daher habe ich sie gefragt, ob sie einen Gastartikel zu genau diesem Thema schreibt und mir und euch nochmal alles Wichtige dafür zusammenfasst und jegliche Mühseligkeit erspart. Das ist übrigens kein bezahlter Artikel, sondern echte interessierte Kooperation ;)


Unfallversicherung für Kinder


Als Mutter und Versicherungsexpertin weiß ich, dass das Thema Unfallversicherung für Kinder viele Eltern bewegt, aber auch unsicher zurücklässt. In vielen Elternratgebern wird der Abschluss einer Unfallversicherung fürs Kind empfohlen. Die Entscheidungsfindung welche Versicherung, zu welchem Preis, in welchem Umfang ist für die meisten Eltern dann aber meist schwierig oder undurchsichtig. Oft ist es dabei gar kein finanzielles Zögern, als mehr das fehlende Wissen darüber, wofür mein Kind den Unfallschutz denn überhaupt benötigt und auf welche Leistungen man achten sollte.

Um euch als Eltern bei der Entscheidungsfindung zu helfen und ein paar erste Infos an die Hand zu geben, habe ich hier ein paar Antworten auf die wichtigsten Fragezeichen bei diesem Thema:

Wobei kann ein privater Unfallversicherungsschutz mein Kind oder mich unterstützen?


Kinder sind auf dem Kita- und Schulweg sowie auch in der jeweiligen Einrichtung automatisch gesetzlich unfallversichert. Jeder hat bestimmt schon mal im Unfallbuch der Kita etwas gegenzeichnen müssen. Aber die gesetzliche Leistung ist verschwindend gering. Darüber hinaus greift sie nicht außerhalb des Schul- oder Kitaweges, z.B. beim Klettern auf dem Spielplatz oder während der Radtour am Wochenende. Kinder kalkulieren im Spiel kein Risiko und schwere Unfälle ziehen manchmal eine lebenslange Einschränkung oder Behinderung nach sich. Und auch wenn sie verhältnismäßig selten sind, treffen sie die Betroffenen sowohl emotional als auch finanziell sehr.

Unfallversicherungsschutz ist daher für mich als Mutter und Versicherungsexpertin vor allem Einkommensschutz. Denn es kann einerseits bedeuten, dass ein Elternteil seiner gewohnten Arbeit möglicherweise nicht mehr nachgehen kann, weil er das Kind pflegen muss. Andererseits wird das Kind vielleicht niemals erwerbstätig sein. Und mit einer Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung kann es dann leider auch nicht rechnen.

Daraus leitet sich gleich das nächste Fragezeichen ab: welche Versicherungssumme soll man für eine bedarfsgerechte Absicherung wählen ?


Früher saß ich oft mit meinen Kunden zusammen und wir rätselten: 60.000€ Versicherungssumme. Hmmm, ist vielleicht zu wenig. Aber 90.000€ ist bestimmt zu viel oder? Heute sehe ich in meinen Gutachten regelmäßig solche Verträge und bewerte diese. Hier mal ein Beispiel: Kind, 5 Jahre alt, 60.000€ Versicherungssumme mit 400er Progression (d.h., ab einem bestimmten Invaliditätsgrad vervielfacht sich die Leistung). Bei einer Vollinvalidität würden 240.000€ gezahlt. Wow, das ist ja fast ¼ Million! Nun hat aber das Kind sein Leben noch vor sich. Das heißt die Versicherungsleistung muss vielleicht 60 Jahre reichen. 240.000€/60Jahre/12Monate=333€. Hmmm, das wäre weniger als Hartz IV. Kinder bekommen daher bei mir immer ein Angebot über eine Höchstleistung von mindestens 1 Million Euro!

Oft sehe ich darüber hinaus Familienunfallverträge, in denen Eltern und Kinder dieselben Versicherungssummen haben. Obwohl eine eventuelle Versicherungsleistung ja wie oben beschrieben bei Kindern viele Jahre länger reichen muss. Vielleicht ticke ich hier anders als meine Kollegen, aber solche Verträge sind in meinen Augen Alibiverträge. Sie kosten immerhin auch Geld. Wenn es hart auf hart kommt ist es besser 10 oder 20€ mehr im Monat zu investieren oder das Thema bewusst ohne Absicherung ganz auszusitzen.

Wann genau leistet denn eine private Unfallversicherung?


Es passiert ein Unfall. Ein Kind fällt zum Beispiel von einem Klettergerüst. Es stürzt so ungünstig seitlich auf das Ohr, dass innerhalb von einem Jahr festgestellt wird, dass eine Invalidität zurückbleibt, weil es auf einem Ohr nichts mehr hören kann. Der Invaliditätsschaden hier beträgt 30%. Der Versicherer leistet 30% der Versicherungssumme.

Gute Unfallversicherungen bieten über die Invaliditätsleistung hinaus auch noch zusätzliche sinnvolle Leistungen an. Anbei einige Beispiele:

Mein Sohn hat in der Kita von einem anderen Kind die Toilettentür so heftig gegen das Gesicht geknallt bekommen, dass sich die vorderen beiden Zähne nach 2 Wochen grau färbten. Ich dachte „Mist, sind die jetzt abgestorben?“ Ich meldete den Unfall. Die Färbung ging wieder zurück. Wir wissen jedoch erst, wenn die Milchzähne irgendwann mal raus sind, ob hier die Zahnwurzel der Folgezähne vielleicht doch einen Knacks abbekommen hat. Wenn ja würden der Versicherer hier bis zu 5.000€ für eine Zahnreparatur leisten.

Nach einem Fahrradunfall fällt ein Kind drei Wochen in der Schule aus. Nachhilfekosten werden zum Teil vom Versicherer erstattet.

Toll finde ich bei Kindern auch ein Gipsgeld in Höhe von 500 oder 1.000€. Das ist vor allem für die Mama, die in der Zeit vielleicht weniger arbeiten kann, ein kleines Trostpflaster.

Schlimme Unfälle sind oft mit Krankenhauskosten verbunden. Es hilft bestimmt, wenn neben dem Krankenhaustagegeld auch das Rooming-In bis 1.000€ mit erstattet wird, wenn ein Elternteil mit im Krankenhaus bleiben möchte.

Gibt es denn irgendwas an Geld zurück, wenn ich für mein Kind jetzt eine Unfallversicherung abschließe, aber wir Glück haben und einfach nichts passiert?


Meine Kunden bekommen zwei verschiedene Angebote von mir. Beide Angebote haben, damit sie vergleichbar sind, dieselben Leistungen.

Ein Angebot ist eine Risikounfallversicherung. Das heißt das Geld ist weg, wenn nichts passiert, was man oft hoffen will.

Das andere Angebot ist eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UBR). Hier werden zum 18. Lebensjahr des Kindes 90-100% der Jahresnettobeiträge zurückgezahlt. Von 60 Monatsraten bis hin zu einem Einmalbeitrag kann der Kunde hier die Art der Beitragsrückerstattung selbst wählen. Das Kapital wird während der Laufzeit aktuell mit garantierten 2% plus 0,75% Überschüssen verzinst. Die Rückgewähr wird dabei garantiert, auch wenn zwischendurch Unfallleistungen geflossen sind. Die Eltern können das Geld also zu 100% einplanen, z.B. für den anstehenden Führerschein, die erste WG-Ausstattung, einen Auslandsaufenthalt oder auch für Unterhalt. Darauf haben die Kinder im Übrigen einen nicht unerheblichen Rechtsanspruch. Studieren sie später und wohnen nicht mehr zu Hause, so liegt dieser bei über 700€!


Checkliste


Da ich weiß, wie knapp die Zeit als Mutter ist, hier meine Checkliste für Unfallversicherungen für Kinder:

1. Unfallversicherungsschutz ist Einkommensschutz – bei Kindern auf eine hohe Versicherungssumme achten (>1 Mio)
2.    Versicherer leistet bereits ab einem Invaliditätsgrad von 1%
3.    Versicherung bietet Zahnreparaturleistungen
4.    Versicherung bietet Gipsgeld
5.    Versicherung bietet Nachhilfekosten
6.    Versicherung bietet Krankenhaustagegeld und Rooming-in
7. Wahl zwischen reinem Versicherungsvertrag oder Koppelung mit Sparvertrag (Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr)

Wer jetzt unsicher ist, scannt einfach seine Police und mailt sie an yvonne.petschow@signal-iduna.net


Eure Yvonne

Yvonne Petschow


Donnerstag, 8. Juni 2017

Mein Notfallplan – als Mama wieder Kraft schöpfen

#Akkuladen #fürsichsorgen #Zeitfürsich
#Herzensban.de

Fotografie: unsplash/ pexels


Es ist Sonntag Mittag, eine lange, volle, stressige und für mich ungewöhnlich ärgerliche Woche (Ärger mit meinem Fortbildungsinstitut, Flyerbestellungsprobleme und andere Katastrophen) liegt hinter mir. Mein gefühlter Akkuladestand ist auf Null und obwohl ich eigentlich eher der vor Motivation, Optimismus und Tatendrang sprühende Typ bin, fühle ich mich heute sehr pessimistisch.

Mutter sein ist an manchen Tagen echt hart, ich glaube ihr wisst, was ich meine. Mein Herzmädchen ist gefühlt die ganze Woche ständig am Weinen und Unzufrieden-sein. Bald wird sie drei. Sie ist mitten in ihren bisher größten Autonomiebestrebungen. Jedes noch so kleine Detail kann zur Zeit ihre Fröhlichkeit binnen Sekunden zum Einsturz bringen und mir noch mehr Kraft abverlangen, dabei emphatisch, verständnisvoll und zugewandt zu bleiben. Puh, wenn man selbst grad keine Ressourcen hat, ist das echt herausfordernd, gefühlt unmöglich und ich schaffe es auch nicht immer in den letzten Tagen.

Gepaart mit meinem eigenen Stress der Fortbildung und der vielen parallelen Aufgaben ist bedürfnisorientierte Erziehung oder der Weg über Beziehung zu meinem Kind viel herausfordernder geworden als in den ersten zwei Jahren der „reinen“ Elternzeit. Wahnsinn, wenn ich mir bewusst mache, wie viele Rollen ich innehabe: Ich, Mutter, Ehefrau, Hausfrau, Freiberuflerin (darin schon unzählige), Fortbildende, Freundin, Tochter, Schwiegertochter, Familienmanagerin… Wir Mamas sind ganz schön gefordert und wollen auch gern so viel, viel für uns, für unsere Kinder, unsere Familie und am besten noch alles richtig gut.

Heute reicht mir aber wirklich der Anspruch „Grad so.“ Heute merke ich, dass ich mir, nur ich mir, wichtig sein muss. Ein Notfallplan muss her. Wie bekomme ich wieder aufgepäppelt? Schließlich kann ich nicht wie früher einfach mal ein paar Tage rumgammeln oder viel schlafen.

Ich überlege, was mich glücklich macht/ machen würde, was mir hilft, wieder Kraft zu schöpfen. Mir fällt ein:

Raus! Einfach mal raus hier


Ich brauche einen Tapetenwechsel. Nur auf dem Sofa ausruhen oder meine Lieblingsserie schauen, wenn das Herzmädchen schläft, bringt mir gefühlt grad keinen Mehrwert. Ich muss mal raus hier.
Gedacht, getan. Sobald sie schläft mache ich einen Spaziergang und es ist mir grad echt total wurscht, dass es wie aus Eimern regnet. Unterwegs besorge ich mir etwas Leckeres zu essen (komplett wurscht, ob es grad mal nicht vegan und zuckerfrei ist). Also laufe ich einfach, laufe und laufe und komme zur Ruhe.

Schlafen


Während des Laufens merke ich: Ich muss unbedingt ins Bett und schlafen. Den ganzen Tag in der Fortbildung sitzen, vorher und nachher mit dem Herzmädchen spielen und abends dann bis spät in die Nacht arbeiten, ist grad zu viel. Also mal eher ins Bett und/ oder Mittagsschlaf mitmachen. Das mache ich auch prompt , denn das Herzmädchen schläft idealerweise immer noch als ich zurück komme.

Nicht Arbeiten


Gestern habe ich eh nichts geschafft, viel zu erschöpft, heute treffe ich die bewusste Entscheidung: das gesamte Pfingstwochenende bleibt arbeitsfrei. Bis auf jetzt, denn das Schreiben tut mir grad gut und ich sehe es nicht als Arbeit an J Immerhin, selbst im tiefsten Tief liebe ich meine Arbeit immer noch! Trotzdem tut es gut, nichts für die Arbeit zu machen. Keine Termine planen, absprechen, Netzwerken, keine Webseite oder Facebook-Seite pflegen, kein Lernen, kein Kurs vorbereiten, kein Beraten, kein…

Zeit mit Freunden


Am Abend kommen Freunde vorbei. Das haben wir lang nicht mehr gemacht, einfach mit Freunden zusammensitzen, essen, reden und spielen. Das tut gut und das Herzmädchen hat auch seinen Spaß. Perfekt, da fällt mir entspannen gleich leichter.

Veränderung


Am Ende des Tages wird mir klar, dass es mir schon etwas besser geht und mein Akku langsam wieder lädt. Dennoch wird mir bewusst, dass ich mir mehr Zeit an der Akkulade-Station gönnen muss. Am besten sollte ich vor Wochenbeginn bewusster kleine Pausen für mich einplanen oder mir einen Abend in der Woche mit Freunden oder für Zeit für mich (baden, Spazieren gehen, lesen, Film schauen…) frei halten. Denn im Eifer des Gefechts und in Anbetracht meiner hohen Motivation und Liebe zu einer Arbeit und zu meinem Kind, geht das bei mir dann oft einfach unter. Ich werde das jetzt üben!

Wie ladet ihr euren „Akku“ wieder auf? Wie und wann nehmt ihr euch Zeit für euch? Was hindert euch daran?


Eure (aufladende) Anne


PS: Wenn euch mein Artikel gefallen hat, dann freue ich mich über Liken und Teilen :)

Donnerstag, 1. Juni 2017

Gastartikel: Kindern spielerisch begegnen (Manuela Beßer, Jocus)

#Spiel #Kindernbegegnen #Puppen
#Jocus #ManuelaBeßer #KinderService


Fotografie: PROJEKT 40, Kathleen Pfennig, Jeannette Koch



In diesem Gastartikel berichtet Manuela Beßer, Inhaber des Kinder-Service Jocus und leidenschaftliche Pädagogin, von ihrem Alltag mit Kindern und wie sie es schafft mit ihren Puppen spielerisch auf Kinder  und besonders immer wieder neu auf sie einzugehen. Ich habe Manuela über andere Dresdner Unternehmerinnen kennengelernt und sie mit Kindern als sehr liebevoll, kreativ und zugewandt erlebt und auch erlebt, wie sie mit ihren Puppen innerhalb von Minuten Zugang zu Kindern findet. Vielleicht auch eine Idee für uns als Eltern mehr spielerisch auf unsere Kleinen zuzugehen? Viel Spaß beim Lesen. Das ist übrigens kein bezahlter Artikel, sondern echte interessierte Kooperation ;)

Kindern spielerisch begegnen


Nun ist es fast ein Jahr her, dass ich mich entschieden habe als Expertin für Kindheits- und Frühpädagogik einen anderen und auch kreativen Weg im Bereich der Kinderbetreuung zu gehen.

Meine umfangreichen Praxiserfahrungen in der Frühpädagogik möchte ich nutzen, um jetzt freiberuflich und flexibel als Kindheitspädagogin in mehreren Einrichtungen rein pädagogisch tätig zu sein und ganz besonders dem Spiel mit den Kindern große Aufmerksamkeit zu schenken. Für mich ist es sehr wichtig aktiv beim Spiel der Kinder dabei zu sein, sie zu begleiten und dabei ihre vielfältigen Fähigkeiten, Interessen, Bedürfnisse und Wünsche kennenzulernen.

Mit meinen Puppen Kinderherzen erobern

 

Zu meinen großen Leidenschaften in der pädagogischen Arbeit gehört das Puppenspiel. Zu diesem Zweck habe ich meine beiden Puppen Alex und Jule zum Leben erweckt.



Fotografie: PROJEKT 40, Kathleen Pfennig, Jeannette Koch



Sie begleiten mich in meiner täglichen praktischen Tätigkeit in den Kindertageseinrichtungen. Es ist für mich eine wunderbare Möglichkeit zu den Kindern unterschiedlichen Alters innerhalb einer kurzen Zeit mithilfe Alex und Jule eine persönliche Beziehung und auch Vertrauen aufzubauen (besonders im Krippenbereich).



Sobald ich den Puppen meine Stimme gebe und sie diese auch berühren bzw. an- oder ausziehen können, ist der erste Kontakt erfolgreich geknüpft. Für die Kinder sind die Puppen lebendig und werden sehr schnell zum Freund oder zur Freundin. Auf diesem Wege komme ich mit den Kindern schnell in Kontakt.


Vertrauensvoll Spielen und Lernen


 



Es braucht also wenig Zeit, bis die Kinder in einer entspannten spielerischen Situation mit den Puppen kommunizieren und interagieren. Durch den situativen Einsatz bei unterschiedlichen Rollenspielen oder auch bei Erzählrunden in den Gruppen entstehen kreative und fantasiereiche Situationen, wo es leicht gelingt emotionale und kognitive Lerninhalte zu vermitteln.

Fotografie: PROJEKT 40, Kathleen Pfennig, Jeannette Koch


In der direkten Kommunikation zwischen dem Kind/ den Kindern und der Puppe gelingt es viel leichter Problem- oder Kompromisslösungen zu finden, die Motivation oder Begeisterung für ein Spiel zu entfachen oder einfach nur die Sprachfreude anzuregen. Die Aufmerksamkeit der Kinder beim Spiel ist viel höher, wenn dies in Verbindung mit den Puppen gestaltet wird.

Ich konnte erleben, dass das Zusammensein mit Alex und Jule für die Kinder sehr prägend und besonders ist, dass sie sich von einem zum anderen Mal viele Spieldetails merken und mit Freude darauf warten, dass Alex und Jule wiederkommen um zu spielen.


Meine Zukunftspläne




Zukünftig möchte ich meine Leidenschaft für das Puppenspiel noch weiterentwickeln. Gerade bin ich dabei, eine eigene Puppentheaterbühne zu gestalten, um bei Hochzeiten oder anderen Veranstaltungen meine Kasperpuppen lustig tanzen zu lassen. Perspektivisch möchte ich eigene Stücke für Kinder schreiben und dazu die passenden Requisiten gestalten.


Es ist für mich von großer Bedeutung meiner Kreativität und Fantasie freien Lauf zu lassen und diese Ideen mit Freude und Spaß im Kinderspiel umzusetzen.

Viele Grüße von Manuela mit Alex und Jule
vom Kinder Service- JOCUS

0176 43831081
info@kinder-service-jocus.de