Donnerstag, 7. Dezember 2017

Hyperemesis gravidarum - 15 Tipps zum Überleben

#Herzensbande #Schwangerschaftsübelkeit #Schwangerschaft #Zwillinge

Fotografie: Kat Jayne/ pexels



Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich ziemlich heftig und lange unter starker Schwangerschaftsübelkeit litt. Inzwischen darf ich zum Riesen-Glück auf diesen schrecklichen Zeitraum zurückblicken (momentan bin ich 29. SSW) und mich seit der 17. Schwangerschaftswoche als fast „geheilt“ betrachten.

Meine Erfahrungen, was mir geholfen hat und was ich mir als hilfreiches „Package“ zusammengestellt habe, möchte ich hier in 15 Tipps mit euch teilen:

1) Medikamente


Das ist jetzt nicht der erste Punkt, den man von einer Schwangeren erwartet, weil  Medikamente in der Schwangerschaft quasi verpönt sind. Dennoch bin ich der Meinung, dass eine Dehydrierung oder ein Nährstoffmangel für das oder die wachsenden Babys viel schlimmer sind als ein geeignetes und bei embryotox und Arzt abgefragtes Medikament einzunehmen. In meiner ersten Schwangerschaft habe ich den Fehler gemacht und viel zu spät begonnen etwas gegen die Übelkeit einzunehmen. Ich habe die Erfahrung gemacht (bei mir und Freundinnen), dass eine einmal in Gang gesetzte Abwärtsspirale sehr schwer zu durchbrechen ist. Ich habe das Gefühl gehabt, wenn einmal ungenügend viele Nährstoffe im Körper waren, ich aus der Übelkeit kaum herausfand. Habe ich aber regelmäßig gegessen, dann habe ich es irgendwie einigermaßen über den Tag geschafft. Wenn ihr wissen möchtet, was ich genommen habe, dann schreibt mich kurz an, denn ich möchte hier als Nicht-Fachperson keine Medikamente einfach pauschal empfehlen oder fragt direkt bei embryotox nach, welches das beste Medikament gegen Hyperemesis gravidarum ist und wo man es bekommen kann (europäisches Ausland).


2) Essen, essen, essen


Das wichtigste bei Hyperemesis ist nach meinem Erleben regelmäßig zu essen, besonders wenn einem übel ist oder wird. Das ist sehr widersprüchlich, weil das eigene Körpergefühl genau dann nichts essen möchte. Bitte zwing´ dich dazu, es hilft wirklich!
Ich habe in den ganz schlimmen Wochen aller einer Stunde etwas gegessen. Das ist oft und viel, ich weiß, und es ist anstrengend, weil man nur noch mit Essen beschaffen, zubereiten und vertilgen beschäftigt ist, aber es hilft. Es hilft, die Zeit zwischen den Mahlzeiten etwas mitzuerleben. Folge auch unbedingt deinen eigenen Essenswünschen, koche zur Not nur für dich. Ich habe ganz viel spontan eingekauft und gekocht (Schnitte, Müsli und andere schnell verfügbaren Dinge habe ich leider nicht hinterbekommen). Teilweise bin ich wochenlang jeden Tag mit dem Herzmädchen nur raus zum Einkaufen und wieder Heim zum Essen kochen.
Neben dem Selbstgekochten haben mir 5-Minuten-Terrinen oder Fertigsuppen (das kaufe ich sonst nie), ganz viele Bananen (auch das esse ich sonst eigentlich nicht) und für unterwegs immer ein vielfältiger Vorrat an Essen gut geholfen.
Eigentlich esse ich sonst hauptsächlich vegan, dass habe ich nicht gemacht. Hier habe ich meine Prinzipien über Board geschmissen - bis auf Fleisch, das konnte ich trotz Appetit nicht essen. Also sei auch in dieser Hinsicht entspannt, jetzt geht es ums „Überleben“ und Klarkommen und jetzt ist der Zeitpunkt nur an dich zu denken!


3) Ruhe und Schlaf 


Ruhe und Schlaf, das klingt sehr normal und nicht nach dem großen Tipp. Aber weit gefehlt! Schlaf soviel du kannst!
Zum Einen hat das den Vorteil, dass man weniger Stunden am Tag die Übelkeit ertragen muss und zum Anderen ist Schlaf das ultimative Mittel um der Übelkeit die „Spitzen“ zu nehmen. Ich habe ganz oft gemerkt, wenn ich wenig geschlafen habe, dass es mir sofort wesentlich schlechter und trotz Medis nicht gut ging. Soweit möglich, habe ich mit dem Herzmädchen Mittagsschlaf gemacht und bin abends zeitig ins Bett bzw. habe mich auch mal hingelegt, wenn ich jemanden hatte, der auf sie aufgepasst hat.
Da ich eher der produktive Typ bin fiel es mir innerlich schwer so runterzufahren und gefühlt „nichts“ Sinnvolles zu tun, zumal ich eigentlich selbstständig war. Aber alle Ambitionen oder vielleicht auch Wünsche schon etwas fürs Baby oder die Babys zu besorgen bringen nichts, wenn man dann noch mehr leidet. Ich lernte fast nur auf mich zu achten.
Also versuche bitte nicht stark zu sein oder für Andere durchzuhalten. Gerade in den ersten drei bis vier Monaten schafft der Körper Unglaubliches, alles entwickelt sich: der Körper, die Organe, die Sinne, das Gehirn der Babys und der eigene Körper durchlebt eine wahnsinnige (vor allem hormonelle) Umstellung – etwas Produktiveres gibt es eigentlich kaum!

4) Hilfe annehmen


Besonders mit älteren Geschwistern ist es wichtig so viel Hilfe wie möglich anzunehmen, da man sich nicht mal so eben wochenlang auf die Couch legen kann - der Familienbetrieb muss weiterlaufen. Welche Mama von euch bis jetzt zu schüchtern war, sollte das spätestens jetzt ändern und für sich selbst tun, ich lege es euch wärmstens ans Herz: bitte um Hilfe und nimm sie an!
Punkt 3 ist nur so schaffbar, denn viel Schlaf bedeutet auch viel weniger Zeit für den Haushalt und alle anderen Aufgaben. Außerdem hat mir schon das Wissen, dass noch jemand da ist und sich mit um das Herzmädchen kümmert, geholfen und mich innerlich beruhigt. Und meine Ruhe zu behalten war sehr wichtig!
Die kleinsten Dinge konnten mich aus der Bahn werfen und die Übelkeit verstärken: außer Haus müssen, Termine schaffen, Kind bespaßen… Kleinste Anstrengungen wurden unschaffbar und stressten mich. Hilfe annehmen oder suchen ist also essentiell und es ist eine Ausnahmesituation, die Zeit kommt wieder in der man für sich und seine Familie alleine sorgen kann (an dem Punkt bin ich jetzt – es gibt also Hoffnung).
Wenn du keine Familienmitglieder in der Nähe hast, frag nach einem längeren Besuch, frag Freunde, Kollegen oder nehmt als Familie Geld in die Hand, um zum Beispiel in der Zeit einen Babysitter zu bezahlen. Übrigens bezahlen die Krankenkassen bei solchen Schwangerschaftskomplikationen auch eine Haushaltshilfe, dass muss der Frauenarzt nur in einem Antrag attestieren und so kannst du eine Hilfe (bei Bedarf auch täglich) ohne eigene Ausgaben erhalten. Ich habe davon zu spät erfahren, habe aber jetzt (wo der Bauch gefühlt täglich riesiger wird und die Rückenschmerzen stärker werden), dieses wunderbare Angebot angenommen.


5) Kein schlechtes Gewissen


Ja, alles leidet unter der Situation: man selbst, die Beziehung, die Familie, der Haushalt, die Arbeit und auch ein Stück weit das/die Geschwister. Auf mein Herzmädchen habe ich schon sehr versucht zu achten und ihr tat es immerhin total gut, dass ich mit ihr jeden Tag zusammen kuschelte und Mittagsschlaf machte. Dennoch habe ich auch eigene Ansprüche an all diese Bereiche runtergeschraubt und z.B. mehr Kindervideos erlaubt oder tägliche Spielplatzbesuche ausfallen lassen. Hauptsache ich kam durch den Tag! Und auch wenn gerade das Aufarbeiten im Haushalt (hier hat sich echt eine Menge Wäsche und an der ein oder anderen Stelle Stapel gebildet) einige Woche gedauert hat, war es in dem Moment richtig. Wem hätte es genutzt, wenn es mir noch schlechter geht oder ich gar ins Krankenhaus hätte gehen müssen?

6) Ablenkung


Lenk dich ab! Wenn mein Mädchen ihre Kindervideos schaute, schaute ich auch etwas oder las ein spannendes Buch. Wenn es möglich war, habe ich mir Hilfe rangeholt oder Freunde eingeladen – einfach um an etwas Anderes zu denken und zu wissen, dass die Zeit vorbeigehen wird. In meiner ersten Schwangerschaft habe ich einfach wochenlang Grey´s Anatomy geschaut...

7) Luft


Mir half Luft sehr gut… Wenn ich früh aufgestanden bin, habe ich erstmal gelüftet und mich ein paar Minuten auf den Balkon in die kühle Morgenluft gestellt. Auch über den Tag hinweg habe ich öfter gelüftet oder versucht raus zu gehen und einen Spaziergang zu machen. Oft hat das die Übelkeit wirklich etwas verbessert. Vielleicht auch, weil ich dann mit Bewegung und Kind wieder etwas abgelenkt war – das ging aber natürlich nicht an jedem Tag, je nach Übelkeits-Verfassung eben.
Und Veratmen hat mir sehr geholfen. Im Prinzip wie bei der Geburt das Wehen veratmen hier als Veratmen der Übelkeit. Probiere aus, was dir davon gut tut!

8) Viel trinken


Neben dem regelmäßigen Essen habe ich gemerkt, dass ich das Trinken nicht vergessen darf. Dabei half es mir, mir Tee zu kochen (ja auch im Hochsommer, denn der war bei mir ja im vollen Gange). Es tat mir irgendwie gut oder ich habe ihn auskühlen lassen. Als besonders hilfreich empfand ich Pfefferminztee, Fenchel-Anis-Kümmel-Tee, Schwangerschaftstee und kurioserweise kalt aufzugießender Erdbeer-Orange-Tee von frio. Kurioserweise, weil ich sonst süßen Geschmack gar nicht mochte. Auf jeden Fall habe ich durch das Vorbereiten der Kanne mindestens zwei am Tag getrunken. Wichtig ist einfach seinen (!) Teegeschmack herauszufinden!

9) Kaugummis


Auch ein Produkt, welches ich sonst nie kaufe. Durch eine Freundin kam ich auf die Idee und dann hat mich dieses kleine Ding die nächsten Monate vor so einigen unangenehmen Übelkeitsattacken und schlechtem Geschmack im Mund bewahrt. Dieser schlechte Geschmack ist nämlich mein besonderer Gegner in der Schwangerschaft. Nicht nur das er mein Übelkeitsgefühl stark verstärkt, nein er ruft bei mir auch Übelkeit hervor. So dass ich am Anfang immer versucht habe mit etwas Essbarem den Geschmack zu vertreiben, aber so viel konnte ich irgendwann nicht mehr essen… Der Kaugummi hat mich also ab und an davor bewahrt durchzudrehen.

10) Geruch


Hilfreich sind übrigens auch Geruchsnoten, die man je nach persönlicher Neigung einsetzen kann. Das kann Pfefferminzöl, Kräuter oder bei mir der Geruch aufgeschnittener Zwiebel sein.

11) Yoga


Auf Anraten meiner Hebamme habe ich im 3. Monat mit Schwangerschaftsyoga angefangen, da sie meinte, dass mir die Achtsamkeits- und Atemübungen gegen meine Übelkeit helfen könnten. Zuerst war ich etwas skeptisch und habe eher den Vorteil in der Beweglichkeit, die mir dann über die Schwangerschaft erhalten bleibt, gesehen. Aber ich muss mich korrigieren: Schwangerschaftsyoga hat mir sehr gut geholfen. Die ersten Male habe ich mir noch Gemüse- oder Obststicks mit reingenommen, um Übelkeitsattacken entgegenzuwirken. Aber entgegen der Vormittage ohne Yoga habe ich das kaum gebraucht und mir ging es nach dem Yoga immer für einige Zeit wirklich gut. Selbst bei Kopfschmerzen, Erkältungsanflug oder meinen jetzigen Rückenschmerzen hilft mir meine wöchentliche Yogazeit extrem weiter. In den nächsten Wochen möchte ich auch ein Interview mit meiner Yogalehrerin führen, um euch noch ein paar detaillierte Infos mitgeben zu können.


12) Mentalen Stärkungssatz finden


Für mich hat sich diese ständige Übelkeit angefühlt wie psychische Folter und je mehr ich teilweise über die Übelkeit und ihre Unausweichlichkeit nachgedacht habe, umso schlimmer wurde sie. Ich habe oben schon erwähnt, dass es wichtig für mich war meine innere Ruhe zu bewahren, damit es nicht noch schlimmer wurde. Daher habe ich in ganz schlimmen Momenten angefangen (ich nenne sie mal) "Stärkungssätze" zu verwenden. Für mich war das vor allem ein Satz der mich und die Übelkeit beruhigte. Ich sagte dann immer zu mir: "Ich bin ruhig wie ein Stein und frisch wie der Wind." Das mag jetzt wirklich bizarr klingen, aber es half mir. Gegen die Übelkeit brauchte ich Ruhe und Frische, aber eben nicht in dem Sinn, dass ich mich bewegte, denn die Vorstellung der Bewegung allein verursachte teilweise noch mehr Übelkeit. Also sei mutig und schau nach (den vielleicht auch absurdesten) Formulierungen, die dir helfen könnten!


13) Mentale Unterstützung suchen


Erst heute wurde mir wieder bewusst, wie wenig die Übelkeit für andere ersichtlich ist, wenn man zu denen gehört, die nicht die ganze Zeit erbrechen. Man sieht es uns nicht an und das kann zu fehlendem Verständnis und Mitgefühl führen. Meine Ärztin und meine Hebamme (obwohl ich von meiner Übelkeit berichtete) haben das Ausmaß nicht nachvollziehen können und somit z.B. keine Information für Haushaltshilfe an mich weitergegeben. Wie sollen dann andere Nicht-Fachpersonen, also unsere Liebsten, Familie und Freunde, dann nachvollziehen, wie es uns geht?
Ich habe mich damit trotz allem recht allein gefühlt, war aber dankbar über zwei Freundinnen, die leider ein ähnliches Schicksal hatten und mit denen ich mich austauschen konnte. Daher mein Rat: Suche dir mentale Unterstützung! Frage dich durch, vielleicht kennt eine andere Mami jemanden mit ähnlichen Probleme, nutze die Infos im Netz oder auch Gruppen in sozialen Netzwerken und suche dir eine Hebamme. Auch wenn meine Hebamme nicht komplett verstehen konnte, wie es mir wirklich geht, half es mit ihr zu reden und zu wissen, dass ich sie bei Problemen anrufen kann. Bestimmt ist es auch möglich bei der Auswahl einer Hebamme gleich nach Erfahrungen mit Schwangeren mit Hyperemesis zu fragen und somit eine Hebamme mit ganz viel Verständnis und Tipps zu bekommen.


Zum Schluss noch zwei Tipps zum Essen, weil das so wichtig ist:

14) Essen am Abend


Auch wenn meine Übelkeit eigentlich 24 Stunden vorhanden war, war sie in den ersten Wochen morgens und vormittags am schlimmsten. Nach einer Weile habe ich (damit ich über Nacht nicht in dieses "Zuckerloch" rutschte - also morgens total hungrig bin, denn wie gesagt regelmäßig essen ist ganz wichtig) versucht abends vor dem Schlafengehen - entgegen aller Vernunft und vor allem Appetit - etwas recht kalorienreiches zu essen (Avocado, Schokoriegel mit Nuss, Vollkornnudeln etc.). Und das war wirklich hilfreich! Die Übelkeit war nicht weg, aber sie war geringer am nächsten Morgen. In schlimmen Nächten habe ich auch nachts was Kleines gegessen und für morgens hatte ich am Bett immer Tee und eine kleine Auswahl an Essen stehen. So musste ich mich nicht bewegen, sondern konnte erst die Übelkeit "in den Griff" bekommen und dann langsam aufstehen. Probier es aus, auch wenn es wirklich verrückt klingt abends um 22 oder 23 Uhr noch so was reichhaltiges zu essen!


15) Ideen fürs Essen


Hier möchte ich noch kurz zusammenfassen, welche Gerichte mir besonders gut geholfen haben. Was eigentlich immer ging, waren gekochte Salzkartoffeln (mit etwas Salz und manchmal Butter), später auch Kartoffeln in anderen Variationen (Auflauf, Suppe, Eintopf, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat). Ich mag Kartoffeln, aber so viele wie in der Schwangerschaft habe ich noch nie gegessen. (Vollkorn-)Nudeln mit und ohne Soße waren auch gut sowie Gemüse. Besonders gekochte Möhren (gern zu den Kartoffeln) halfen, aber auch Gemüsepfannen und Salate. Salate halfen mir die Frische, die ich mir gegen den nervigen Geschmack wünschte, zu erzeugen. Außerdem habe ich auch extrem viele Suppen und Eintöpfe zubereitet oder beim Suppenladen im Viertel besorgt, die kann man auch wunderbar vorkochen und so alle 1-2 Stunden immer mal eine Schüssel essen. Wenn es schnell gehen musste waren auch 5 Minuten Terrinen, Gemüsesticks, Riegel oder anderes super und bei mir musste ganz viel herzhaft oder noch besser scharf sein. Das musst du für dich herausfinden, schau ruhig im Supermarkt auch mal in Regalabschnitte, wo du sonst nichts mitnimmst, manchmal ist da genau etwas dabei, was jetzt perfekt ist!


Meine Übelkeit reichte locker bis zur 17. SSW und kam/ kommt danach immer mal vormittags wieder durch. Die meisten Ratgeber verweisen ja darauf, dass es ab der 10. - 14. SSW in der Regel besser wird, da der Körper mit der Hormonumstellung dann fertig ist. Ich glaube, es ist wichtig sich an keinen Daten festzumachen, damit der Kopf sich zum Einen nicht darauf "einstellt" und zum Anderen nicht enttäuscht ist, falls es eben über die durchschnittliche Zeit hinaus geht. Gehe jeden Tag für sich an und versuche trotzdem wahrzunehmen, dass die Zeit vergeht und das Baby/die Babys im Bauch fröhlich wachsen. Um das Voranschreiten der Zeit wahrzunehmen, habe ich mir eine von den vielen möglichen Schwangerschaftsapps heruntergeladen. So habe ich jeden Tag gesehen, dass wieder ein Tag überstanden war und dass die Zeit wirklich vergeht.

Ich wünsche euch, dass ihr die Zeit gut übersteht oder euch diese Übelkeit am besten erspart bleibt! Ich drück euch!

Eure Anne


Kommentare:

  1. Danke, liebe Anne, für deine Tipp-Liste!

    Ich gehöre auch zu den Hyperemesis Gravidarum Betroffenen und bete nach wie vor, dass es mir in einer weiteren Schwangerschaft vielleicht erspart bleibt.
    Nichtsdestotrotz ist mein weiterer Tipp an alle Betroffenen:

    Augen zu und durch – es lohnt sich!! Denn in den allermeisten Fällen ist es so: je schlechter es der Mama geht, desto besser geht’s dem kleinen Wunder im Bauch! In diesem Sinne: mit jedem Tag kommt ihr eurem Ziel ein Stück näher! Eine Freundin schickte mir eine Postkarte, die es gut zusammenfasst: „Je mühsamer ein Weg war, desto schöner ist es am Ziel anzukommen“

    Mein zweiter Hinweis an jede Betroffene ist der, sich nicht von anderen unter Druck setzen zu lassen. Auch eine Hyperemesis sieht bei jeder Schwangeren anders aus. Bei mir war es so intensiv, dass ich teilweise im Krankenhaus lag und künstlich ernährt werden musste, da ich nicht einmal Wasser in mir behielt. Mit Medikamenten konnte ich das Erbrechen auf maximal eine Handvoll pro Tag reduzieren und wenigstens zu Hause im Bett liegen. Aber genau dabei blieb es auch. Für fast 3 Monate bewegte ich mich nur zwischen Bett und Bad. Mehr war einfach nicht drin. Es kann sein, dass es dich ähnlich schwerwiegend erwischt hat. Bitte lass dir nicht von anderen (auch Müttern) sagen, dass du nicht so anstellen sollst, sie das auch kennen würden und mit Ablenkung schon alles (auch arbeiten) gehen wird. Ja, Ablenkung tut gut! Ich habe, während mein Mann arbeiten war, nonstop Serien geschaut, damit die Zeit einfach vorbeigeht. Aber zu mehr war ich nicht in der Lage (und ich bin sonst ein zäher Mensch, der sich nicht so schnell kleinkriegen lässt). In diesem Sinne: du spürst am besten, was dir gut tut. Du brauchst dir das nicht von anderen sagen lassen, denen es schwer fällt, dich und deine Situation ernst zu nehmen. Jetzt bist nur DU wichtig!

    Das Gute ist: alles geht vorbei :-) In diesem Sinne: du schaffst das!!!

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    1. Danke für deine mutmachenden Worte!! Ich habe nur genickt beim Lesen :) Es stimmt: Durchhalten und am Ende ein (oder mehere Wunder) im Arm halten.

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