Dienstag, 31. März 2020

Die Abwärtsspirale aufhalten – als Familie genau JETZT zusammenwachsen


Familie positiv verändern - Fotografie: Tatiana Syrikova/ pexels


Immer mehr Pädagogen warnen vor einer Zunahme von Gewalt gegen Kinder und das Kinder genau jetzt durch die soziale Distanzierung in (lebens)bedrohliche Situationen kommen. Viele Eltern schreiben wie die Doppel-, Drei- und Vierfachbelastung von Kindern, Haushalt, Verpflegung und Job sie an ihre Grenzen bringt. Kitas und Schulen haben geschlossen. Kinder, Eltern und Fachleute können hauptsächlich nur virtuell Kontakte knüpfen, Sorgen teilen und Hilfe erfahren.

Wenn ich mit anderen Eltern spreche, höre ich oft den Satz: „Ich kann mir gut vorstellen, dass die Gewalt zu Hause zunimmt.“ Und ehrlich gesagt, ich auch – und das ist leider sehr traurig. Letztlich nachvollziehbar, wenn jeder an seine körperlichen und emotionalen Grenzen kommt – besonders Familien, die jetzt gerade sehr viel leisten und dadurch viel Konfliktpotenzial entsteht.

Aber es ist nicht allein die jetzige Situation. Oftmals haben sich Probleme, angespannte Stimmungen, schlechte Kommunikation zwischen Eltern und Kindern schon länger angebahnt. Die Situation jetzt: 24h in teilweise engen Wohnverhältnissen gekoppelt mit Sorge und Stress führen zu einer Verstärkung der Abwärtsspirale.

Gut, was will ich damit sagen? Auf die Missstände aufmerksam machen? Ja. Zu Achtsamkeit bei allen für gefährdete Kinder aufmerksam machen? Ja, bitte.

Aber ich möchte auch sagen, dass es trotz dieser aufreibenden Situation möglich ist mit unseren Kindern wieder eine Familie, ein Team, eine Einheit zu werden. Es muss nicht so sein, dass wir gefühlt in verschiedenen Lagern um Medienzeit, Hausaufgaben und Regeln kämpfen. Es muss nicht sein, dass wir hauptsächlich streiten, meckern und negative Dinge sagen.

Wir Eltern haben es in der Hand. Wir dürfen es entscheiden und uns für Verantwortung entscheiden. Denn auch wenn diese Situation gerade voller Machtlosigkeit und Hilflosigkeit ist, können wir zu Hause mit unseren Kindern genau das Gegenteil leben. Wir können Macht und Verantwortung nutzen und die Stimmung, unsere Beziehung und unseren Umgang miteinander besser, liebevoller und gewaltfrei gestalten.

Im ersten Schritt braucht es dafür nicht viel, nur unsere Entscheidung. Wir entscheiden uns, unsere Kinder wieder positiv zu sehen, das Gestern, den Streit eben und das „doofe Mama“ von vorhin hinter uns zu lassen.

Unsere Entscheidung und unser Denken kann alles verändern!!

Dann können wir Durchatmen und falls es schwer fällt, unsere Verantwortung übernehmen und über unseren Schatten springen und ab jetzt für den restlichen Tag positiv kommunizieren. Von uns reden, Nähe suchen, Spielangebote vorschlagen, Streitereien bewusst beenden und Regeln beiseite legen. Es geht jetzt nicht um Gewinner, denn mit kaputten Beziehungen verlieren wir uns alle am Ende sowieso.

Sollte es so wirken als würde das nichts bringen, dann bitte am nächsten Tag weitermachen 😉
 
Geduldig sein und als Eltern die Verantwortung für die Stimmung zu Hause übernehmen. Nicht beleidigt gehen, wenn die Kinder beleidigend gewesen sind. Nicht nach Schuld und Defiziten und schlechtem Verhalten Ausschau halten (ja das wird da sein, ja es sind Kinder), sondern schauen WARUM das so ist, was MEIN ANTEIL als Mama und Papa daran ist und wie ICH damit zum Positiven für mein Kind umgehen kann.

Schlechte Stimmung, Streit, Regeln und die Abwärtspirale sind nicht in Stein gemeißelt und wir müssen jetzt auch nicht wie bisher diese Woche „rumkriegen“. Nein, wir können genau jetzt alles ändern und diese Krise zum Besten machen, was unserer Familie passieren konnte: Weniger Arbeiten und mehr Zusammensein oder auch mehr Durchatmen und Videos gucken oder weniger Hausaufgaben und mehr basteln. 

Fragt euch selbst: Wenn eine Fee eurer Familie etwas Gutes tun könnte, was wäre das? Was wäre im Märchen anders als jetzt? Und passt es an.

Macht euch zum Gewinner dieser Zeit. Stellt die Beziehung mit euren Kindern und eurem Partner an erste Stelle. Beziehungen sind sehr viel schwerer zu reparieren als bemalte Wände, gemeinsame Zeit viel schwerer nachzuholen als Stapel an Arbeit und negative Worte viel schwerer in gefühlte Liebe umzuwandeln.

Schaut auf das Gute oder baut euch etwas Gutes auf!

Ich wünsche es euch! 

Eure Anne

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