Donnerstag, 9. September 2021

Der Liebevoll Familie leben - KONGRESS

Schön, dass du da bist!

KOMM` zum kostenfreien Kongress-KICK OFF am 2.10.21 um 10 Uhr. 

Alle Infos zum Kongress hier!  


Was erwartet DICH?

- 13 regionale Experten

- 20 Live-Vorträge

- 2 Q+A


Was macht den Liebevoll Familie leben - KONGRESS so besonders?

- Du triffst Expertinnen zum bedürfnisorientierten Familienleben

- Du kannst jederzeit Fragen stellen (vor und nach den Vorträgen sowie in den Q+A-Runden)

- Du hast alles online beisammen und erlebst uns LIVE und authentisch

- Du kannst es dir passend zu deinem Familienalltag machen

- Solltest du nicht live dabei sein können, kannst du vorher deine Fragen stellen

- Du kannst alles jederzeit hinterher ansehen

- Du kannst es bequem vom Sofa, Kinderzimmer oder Einschlafstillen teilnehmen

- Du hast die Videos dauerhaft verfügbar bzw. so lange wie Facebook existiert


Wann? 4.-10.10.2021



Kann ich kostenlos reinschnuppern? 

JAAAAAKOMM ZUM Kick off zum Kongress am 2.10.2021

Diesen findest du hier



Welche Themen erwarten mich?

1) Beziehung statt Erziehung - Welche drei Grundpfeiler können mich durch meinen Familienalltag tragen?

2) Kleinkindzeit - Was erwartet mich da?

3) Eltern werden, Paar bleiben - Wie kann uns das gelingen?

4) Mütterpflege - Wie kann ich als Mama Unterstützung finden?

5) Eingewöhnung - Wie kann ich Übergänge kindgerecht gestalten?

6) Schwangerschaft und Babyzeit - Was erwartet mich mit Baby wirklich?

7) Gemeinsam statt einsam - Wie baue ich mir ein Dorf?

8) Hochsensibilität - Woran merke ich, dass mein Kind betroffen ist?

9) Rückbildung - Wie kann ich gesunde Bewegung in meinen Babyalltag integrieren?

10) Tragen - Wie trage ich und welche Tipps gibt es für die kalte Jahreszeit?

11) Windelfrei - Brauche ich da den ganzen Tag Lappen und Eimer?

12) Geschwister - Wie können wir diese Beziehungen fördern?

13) Kommunikation - Wie kann ich meine Kinder für Konflikte stärken?

14) Schlafentwicklung - Was ist überhaupt normal?

15) Missbrauch - Wie kann ich mein Kind davor schützen?

16) Trauer - Wie kann ich mein Kind begleiten?

17) Regulationsentwicklung - Warum ist Trost und Begleitung für kleine Kinder so wichtig?

18) Wut - Wie kann ich starke Gefühle liebevoll begleiten?

19) Mobbing - Wie kann ich mit Resilienz mein Kind davor schützen?

20) Umgang mit der eigenen Wut - Wie kann ich weniger schimpfen?


Welche Experten sind dabei?

Josi Schütze von Angekuschelt - Familienraum

Lisa Wagenknecht von Fuchsbandenswild - artgerechte Familienbegleitung in Dresden

Konstanze Liepke von Elternbegleitung Dresden Konstanze Liepke

Ute Richter von Ute Richter - Mütterfürsorge

Yvonne Felber von Bindungsstoffe -Trage- und Stoffwindelberatung Dresden

Karolin Schmidt von Familienbegleitung Karolin Schmidt

Kerstin Höfler von Kerstin Höfler Sprache&Kommunikation

Anne Fietkau von Anne bewegt

Julia Lüpfert von Julinga

Sabine Huber von Herz Bauch Kopf - Schlafberatung

Kerstin Kraye von Stark auch ohne Muckis

Sabine Rogg von Sabine Rogg Lindenhof






Was brauche ich um am Kongress teilzunehmen?

Ein Facebook-Profil.


Was kostet ein Kongress-Ticket?

Der Kongress ist für jeden frei :)


Wie kann ich am Kongress teilnehmen?

Bei Facebook: Mein Profil findest du hier

KOMM` zum kostenfreien Kongress-KICK OFF am 2.10.21 um 10 Uhr. 




Samstag, 14. August 2021

Unbequeme Themen in der Kita ansprechen – Interview mit Kerstin Höfler




Als Teil meiner „Mit Kindern kommunizieren“-Reihe habe ich Kerstin Höfler, als Sprachtrainerin eingeladen, und mit ihr über das herausfordernde Thema, wie wir schwierige Themen mit den Erziehern unserer Kinder besprechen können, gesprochen.

Kerstin, schön dass du da bist! Magst Du Dich erst einmal vorstellen?

Ja, gern. Ich bin Kerstin Höfler, Sprach- und Kommunikationstrainerin. Ich bin verheiratet und lebe in einer Patchworkfamilie. Wir haben fünf erwachsene Kinder.

Du hast mir erzählt, dass du nach dem LINGVA ETERNA Programm arbeitest – was bedeutet das?

Ich war in den letzten acht Jahren auch Sprachberaterin in einem Kindergarten.

Ich habe zwei Sprachprojekte des Familienministeriums „Sprache&Integration“ und „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ begleitet. Meine Aufgaben waren sprachanregende Situationen im Alltag für alle Kinder zu schaffen, meine KollegInnen und die Eltern zu beraten.

Bei einer Fortbildung habe ich das LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationskonzept kennengelernt. Ich war begeistert und habe mehrere Ausbildungen dazu gemacht. Ich halte Vorträge zu Elternabenden und gebe Seminare und Workshops für Pädagogen, Therapeuten und im Gesundheitsbereich. Bei LINGVA ETERNA geht es um die differenzierte Wirkung der Sprache. Sprache wirkt – jedes Wort was wir sagen wirkt auf uns und unseren Gesprächspartner. Das ist uns oft nicht bewusst.

Ich habe Dir drei Beispiele mitgebracht.

1.      In unserer Alltagssprache sagen wir oft das Wort schnell. „Ich koch mal schnell Nudeln.“ Die Nudeln brauchen aber 9 Minuten. Wenn ich so spreche mache ich mir und auch meinem Gesprächspartner Druck. In dieser Situation kann ich „schnell“ leicht weglassen. „Ich koche die Nudeln.“ Damit wirke ich ruhiger und souveräner.

2.      Wir sagen auch oft, was wir nicht haben wollen. „Lass die Jacke nicht auf dem Boden liegen!“ Ja, was stattdessen? „Bitte häng Deine Jacke an die Garderobe.“

Damit sagen wir klar was wir erreichen wollen.

3.      Das Kind sagt: „Mama, darf ich was Süßes?“ Ja, was – essen, kaufen, lutschen…? Nach dem Modalverb „dürfen“ ist in der Grammatik am Ende des Satzes ein Vollverb erforderlich. Die Grammatikregeln lernen die Kinder von uns Erwachsenen. Wir sind Sprachvorbilder.

Heute geht es uns um das Thema: „Unbequeme Themen in der Kita ansprechen“. Welche Tipps kannst Du Eltern dafür mit auf den Weg geben?

Zuerst möchte ich für eine sensible Wortwahl plädieren. Wenn wir auf die Bedeutung der Wörter schauen, dann ist „unbequem“ das Gegenteil von „bequem“. Bequem heißt übersetzt – leicht, mühelos, angenehm. Die Vorsilbe „un“ ist eine Verneinung. Somit meine ich das Gegenteil – es ist anstrengend, ich habe Mühe, ich empfinde Missbehagen.

Ich gebe dem Wort eine Bedeutung. Somit bin ich auch in einer entsprechenden Stimmung oder ich habe ein entsprechendes Gefühl dazu. Dann wird mir im Vorfeld schon das ganze Gespräch unangenehm, schwer oder schwierig. Ich kann es auch anders formulieren. Ich führe mit der ErzieherIn ein sachliches Gespräch. Ich will eine Lösung finden.

Bei LINGVA ETERNA gibt es ein einfaches Kommunikationsmodell. Es ist einfach und leicht und hat fünf Schritte. Ich wende es immer für meine Gespräche an.

Meine Tipps für Eltern sind:

1.      Sei Dir klar um was es Dir im Gespräch geht. Was ist Deine Gesprächsabsicht – die Intention?

2.      Sprich Deinen Gesprächspartner wertschätzend an – Kontaktaufnahme.

3.      Gib den Gesprächsrahmen vor. Was ist dein Ziel?

4.      Diskurs – Sage klar um was es Dir geht.

Was ist Dir wichtig? Welche konkreten, machbaren, realistischen Ideen bringst Du mit? Frage Deinen Gesprächspartner: „Wie sieht die Lösung aus?“  oder „Wie meinen Sie das?“ Erfrage Informationen! Bleibe wertschätzend! Bleibe ruhig und gelassen! Beende auch das Gespräch, wenn Dein Gesprächspartner unsachlich ist!

5.      Abschluss – Auch wenn Du heute noch keine Lösung gefunden hast, finde einen neuen Gesprächstermin. Schließe das Gespräch ab mit einem Dank und einer Verabschiedung. „Ich danke Ihnen für das Gespräch.“

Ich fasse nochmal zusammen:

-          Sprache ist unser Mittel zur Verständigung.

-          Wir geben unsere Ausdrucksweise, unsere Wortwahl und unsere Grammatik an die Kinder weiter.

-          Wir sind Sprachvorbilder für unsere Kinder.

-        Mein Ziel ist es, Eltern für die Wirkung ihrer Sprache zu sensibilisieren. Ich zeige ihnen, wie die Kommunikationen mit ihren Kindern und anderen Menschen leicht und erfolgreich gelingen kann. Damit stärken sie sich und ihre Kinder.

Vielen Dank für diese vielen Tipps!

Wer Kerstin noch näher kennenlernen möchte, findet hier ihre Webseite und hier das Video zum Interview.

Und wer mehr zur Kommunikation mit Kindern lernen möchte, kann sich für meinen kostenfreien Workshop „Kindgerecht Kommunizieren mit der Gewaltfreien Kommunikation“ am 1.9.21 teilnehmen.  Klicke hier und melde dich an!

Deine Anne

 

Literatur

Kerstin Höfler

„Sprachliche Bildung in Kindertagesstätten“ Band 2

ISBN 978-3-947437-03-0


Den Übergang zur Schule gelassen und liebevoll begleiten

 

Wie können wir den Übergang zur Schule gut begleiten? Darum soll es heute im Blog gehen und der erste große Schritt ist wahrscheinlich schon bei den meisten passiert: der Abschied von der Kita. Im besten Fall wurde dein Kind von seiner Gruppe und den Erzieher*innen wundervoll verabschiedet und bestimmt wurde bei vielen schon mit der Planung der Feier begonnen.

1. Gemeinsam Vorbereiten

Dies ist auch mein erster Tipp. Nämlich die noch offenen Punkte gemeinsam anzugehen: ein Outfit auszusuchen, zu basteln oder auch das Essen vorzubereiten. Das kann helfen die Aufregung zu senken und vor allem durch die Teilhabe an den Vorbereitungen das Selbstbewusstsein zu stärken.

2. Bücher lesen

Einer meiner Lieblingstipps ist das Einbeziehen von Kinderbüchern. Es gibt so viele tolle Bücher für Kinder zu allen Themen und auch für den Schulstart kann das Vorlesen Kindern helfen. Dadurch können sie einen ersten Einblick erhalten, was Schule bedeutet. Denn für sie ist das wie eine leere Tafel. Sie sehen die Tafel (Schulgebäude), aber nicht was man damit machen kann. Das Vorlesen kann somit Wissen zur Beruhigung und zur Vermittlung von Vorstellungen geben und dadurch Halt und Sicherheit vermitteln in dieser aufregenden Zeit.

3. Die Schule besuchen

In der Schule vorbeigehen, in der Vorbereitungswoche den Lehr- und Hortkräften Hallo sagen, den Schulweg ablaufen oder von der Schule schon mal ein paar Fotos für zu Hause machen kann auch den Übergang erleichtern. Denn je weniger ganz unbekannt und neu ist, desto mehr kann das Kind sich auf andere Eindrücke und Informationen konzentrieren. Desto leichter fällt ihm dann dementsprechend der Start.

4. Eigene Erinnerungen teilen

Dies ist mein wichtigster Tipp, wie ich finde. Auch in der Übergangszeit bei uns gerade mit dem Herzmädchen hat das Erzählen meiner Schuleinführung und meiner Erinnerungen an die Grundschulzeit viel geholfen. Fotos anschauen und über eigene Erfahrungen sprechen lässt das Kind erkennen, dass auch wir Eltern in der Schule waren, was es erwartet und dass es sich freuen darf. Dabei kann die Freude gestärkt und die Aufregung gesenkt werden. Ergänzend können auch Großeltern, Tanten oder Onkel befragt werden.

5. Aufregung und Ängste

Aufregung und Ängste gehören zu jedem neuen Lebensschritt dazu und helfen den Kindern diesen Schritt zu gehen. Zu große Ängste und Aufregung können natürlich auch hinderlich sein, weshalb alle Tipps eben für einen gelasseneren Übergang helfen sollen. Um das Thema Angst insbesondere zu besprechen, kann es für Kinder hilfreich sein, wenn wir wieder eigene Erfahrungen mit diesem Thema teilen. So können wir unseren Umgang und unseren Tipp mit dem Beginn einer neuen Arbeitsstelle oder Aufgabe mit unserem Kind teilen und so vermitteln: Unsicherheiten sind normal und gleichzeitig gibt es Tools die uns dabei helfen können. Dadurch erfahren die Kinder, dass sie nicht allein sind und beginnen bestenfalls  über ihre Ängste und Unsicherheiten zu reden.

6. Der Schultag

Die ersten Schultage werden eine besondere Erfahrung mit vielen Eindrücken und zum Teil sehr vielen Informationen sein. Um auch hier die Kinder mit mehr Sicherheit starten zu lassen, können wir zum Beispiel gedanklich im Gespräch mit dem Kind einen Schultag durchgehen oder auch Schule zu Hause spielen.

7. Die erste Zeit

Mein letzter Tipp bezieht sich auf die Hortzeiten und Gestaltung der Freizeit nach der Schule. Hier empfehle ich, wenn es möglich ist, die Stunden in der ersten Zeit zu reduzieren und die Kinder zeitig abzuholen. Auch am Nachmittag ist es gut, wenn Zeit zur Verarbeitung und zum zur-Ruhe-Kommen bleibt. Verabredungen oder Erledigungen möglichst um ein paar Tage zu verschieben und lieber viel Kuscheln, Lesen, Spielen und zu Hause sein.

Welche Tipps fallen dir noch ein?

Und wer mehr zur Kommunikation mit Kindern lernen möchte, kann sich für meinen kostenfreien Workshop „Kindgerecht Kommunizieren mit der Gewaltfreien Kommunikation“ am 1.9.21 teilnehmen.  Klicke hier und melde dich an!

Deine Anne