Dienstag, 27. September 2016

Unsere Anfänge, Ideale und Ideen


Als wir Anfang des Jahres den Mut hatten nicht nur davon zu träumen mit Eltern zu arbeiten, sondern Schritt für Schritt anzufangen, wussten wir nicht genau wo es für uns hingehen würde und auch jetzt ist noch vieles offen. Wir kannten „nur“ unseren Wunsch, hatten viele Ideen und erste Pläne: Yvonne würde eine Ausbildung zur Stoffwindelberaterin machen und ich als Sozialpädagogin eine weiterführende Fortbildung zur Kinder-, Jugend- und Familienberaterin. Inzwischen ist Yvonne bereits mit ihrer Ausbildung einige Monate fertig und hat schon fleißig Eltern in Dresden und Umgebung beraten. Ich bin noch mitten in der Fortbildung und beginne zurzeit mit Beratungen.

Der nächste Schritt nach dem Beginn der Ausbildungen war dann die Gestaltung unserer Web- und Facebookseite - eine sehr spannende und kreative Aufgabe, die uns viel Freude bereitet hat. Bevor es richtig an die Gestaltung des Layouts gehen konnte, brauchten wir natürlich einen Namen und ein Logo. Wieso wir Herzensbande heißen habe ich bereits verbloggt und dort aufgeschrieben, was unser Ziel ist: eine Sichtweise auf und einen Umgang mit Kindern, der von Liebe und vom Vertrauen in die kindlichen Fähigkeiten geprägt ist, an Eltern weiterzugeben.

Besonders ein Zitat begleitet mich seit unseren Anfängen und mittlerweile jeden Tag bei meinen Überlegungen und zukünftigen Ideen für Familien. Es ist für meine Arbeit Motivation, Inhalt und Ziel zugleich. Im Prinzip mein Leitfaden als Mama und der Grund dafür gemeinsam mit anderen Eltern und Bezugspersonen den Kosmos der Kinder erforschen zu wollen:



Und genau darin wollen wir Familien, wollen wir Eltern unterstützen: einen liebevollen Umgang, individuelle Tagesgestaltungen, alternative Lösungen zu finden, so dass sich die Kleinsten geliebt fühlen und es für die Großen schaffbar bleibt. Alle Eltern lieben ihre Kinder und wünschen sich eine bestmögliche Entwicklung für sie. Alltag, Stress, unhinterfragtes Erziehungsverhalten können dazu beitragen, dass die vorhandene Liebe nicht ankommt. An dieser Stelle kann Information, zum Beispiel über Familienberatung oder auch in Elternkursen und -treffen helfen. Genau das ist eine Vision von uns, wir wollen Eltern helfen, indem wir Angebote und Orte schaffen, die nicht noch mehr Stress bedeuten, sondern Erleichterung und Zeit bringen, zum Beispiel indem sie Essen beinhalten oder eben nicht nur eine Stunde Input und Spielzeit für die Kinder beinhalten, sondern ein wirkliches Ankommen ermöglichen. Denn eigentlich muss man doch meist schon wieder aufbrechen, wenn man selbst und die Kinder eigentlich gerade erst richtig angekommen sind.

Ein weiteres Ziel von uns ist es Eltern hier in Dresden zu vernetzen. Da überlegen wir noch wie wir das genau umsetzen können. Denn gerade Familien mit kleinen Kindern haben viele Aufgaben zu tragen, viele Mamas sind tagsüber allein, koordinieren und erledigen aber den ganzen Familienbetrieb. Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf (afrikanisches Sprichwort). Ein Dorf - eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt, das wäre ideal und unser Wunsch für Familien. Gern möchten wir Eltern dabei helfen sich ein eigenes Dorf zu schaffen, ein Unterstützer-Dorf mit ähnlichen Werten und Ansichten, besonders was die Kinder betrifft. Yvonne und ich hatten eine Zeit lang solch ein Dorf im Rockzipfel in Dresden gefunden. Rockzipfel, das ist ein Eltern-Kind-Büro zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf - darüber werde ich demnächst einen ausführlicheren Blogartikel schreiben. Genau solche Orte brauchen Familien, erst recht wenn sie auf die Bedürfnisse der Kinder besonderen Wert legen oder gar kindergartenfrei leben.

Momentan sind wir mit Herzensbande an dem Punkt, dass sich zwei Eltern-Gruppen gerade bilden und wir im „Selbstständigkeitsmodus“ mit Werbung vor Ort noch weiter voranschreiten müssen. Es bleibt also immer spannend und abwechslungsreich. Zuletzt möchte ich euch die beiden Gruppen noch kurz vorstellen, falls jemand Näheres wissen möchte ;-)

Für Eltern mit Interesse an Stoffwindeln gibt es seit August den Stoffwindeltreff Dresden, welcher sich einmal monatlich freitags im Familienzentrum Pauline trifft. Yvonne hat diesen zusammen mit ihrer Kollegin Josi Schütze von angekuschelt gegründet. Dort können sich Eltern über alle Belange rund um das Stoffwindeln austauschen, Fragen stellen und hoffentlich mit vielen Anregungen und Antworten nach Hause gehen. Ganz frisch entsteht zudem in Dresden mit Mamas und Papas zum Thema „Beziehung statt Erziehung“ eine Gruppe. Hier geht es rund um den bedürfnis- und beziehungsorientierten Umgang in der Familie. Diese Gruppe entsteht gerade aus einer Facebook-Gruppe heraus und ich bin auch mit dabei.

Wie seid ihr denn vernetzt und unterstützt? Was für Angebote brauchen Familien (in Dresden) eurer Meinung noch? Ich freu mich auf eure Antworten!

Eure Anne

Kommentare:

  1. Hallo, das ist ein Test von Herzensbande

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  2. Hier nun noch ein Kommentar-Versuch :)
    Was Eltern brauchen war ja die Frage... Ich merke selber und höre auch immer wieder von anderen Mamas, dass täglich frisch, gesund und abwechslungsreich zu kochen echt schwierig ist und spätestens ab dem zweiten selbstbetreuten Kleinkind ein riesiger Stress für die Mama ist.
    Ich träume deshalb von einer Kantine, wo Mamas mit ihren Babys und Kleinkindern hingehen können. Es gibt wechselnde Menüs für die großen und Beikost-Angebote für die Kleinen. Man bezahlt eine monatliche Flatrate oder für das einzelne Essen. In der "Kindtine" gibt es genug Stühlchen und eine Tobezone, aber auch einen Chillbereich für die Mittagspause. Dort können die Babys buzeln und die Mamas plaudern.
    Die Räumlichkeiten können abends gemietet werden für private Zwecke. Es gibt aber auch Ernährungs-, Koch- und Beikostworkshops.
    Die Küche kann natürlich noch ein Ort werden für Kochprojekte mit Schulabbrechern, Asylbewerbern, Minijobbern oder anderen, denen eine sinnvolle regelmäßige Beschäftigung brauchen.
    In jedem Stadtteil so eine "Kindtine" und die Stadt wäre ein besserer Ort :)

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